Erfahrungsberichte Work and Travel
Ein halbes Jahr vor meinem Abitur hatte ich noch nicht die geringste Ahnung,
was ich nach dem Abi machen wollte. Da erzählte mir eine Freundin, dass sie ein Jahr lang nach Australien gehen wollte. Das klang schon mal sehr spannend. Ich war Feuer und Flamme und entschied mich sofort mitzugehen, aber nur für ein halbes Jahr. Ich war zu der Zeit sehr mit meinem Abi beschäftigt und hatte wenig Zeit und Lust, mich mit Vorbereitungen zu beschäftigen. Also entschieden wir uns vor allem der Sicherheit wegen mit einer Organisation nach Australien zu gehen. Die half uns bei allen wichtigen Angelegenheiten, so dass ich nicht viel drüber nachdenken musste.
Und dann ging es los.
Schon auf dem Flug haben wir andere Leute kennen gelernt, die auch mit einem Working-Holiday-Visum
nach Australien wollten.
In Australien angekommen mussten wir erstmal uns ausschlafen, insofern war es sehr hilfreich, dass die Agentur es organisiert hatte, dass wir vom Flughafen abgeholt wurden und uns auch schon eine Jugendherberge für die ersten Nächte gebucht hatte.
Dann machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden, uns eine neue Unterkunft und einen Job zu suchen.
Wir fanden beides. So arbeitete ich ein paar Tage in einer Geschenkverpackungsfabrik.
Da aber Winter in Australien war, trieb es uns schnell gen Norden. Unser erster Halt war
Byron Bay. Ein verträumter kleiner Ort, in dem sich das Leben tagsüber hauptsächlich
am Strand und nachts in den Bars und Clubs abspielt. Dort verlebten wir eine herrliche
Zeit, aber da wir uns dort keinen Job suchen wollten, fuhren wir mit dem Bus weiter über Brisbane
nach Maroochydore. Wir hatten in einer Backpackerzeitschrift gelesen,
dass es dort ein Workinghostel gibt, in dem wir dauerhaft einen Job auf einer
Erdbeerfarm bekommen konnten. Zum Glück musste ich keine Erdbeeren pflücken, sondern nur verpacken.
Das machten wir 4 Wochen lang. Dann hatten wir uns etwas Urlaub wirklich verdient.
Also buchten wir ein typisches Reisepaket für Backpacker: Erst 3 Tage Fraser Island,
dann später einen Segeltourn um die Whitsundays. Fraser Island ist eine unbewohnte Sandinsel,
auf der es keine Strassen, sondern nur Sandwege und keine Häuser gibt. Man bekommt mit einer
Gruppe von etwa 8 Personen einen Jeep und Essenspakete für 2,5 Tage gestellt, sowie eine
Karte der Insel und Zelte. Fraser Island hat eine faszinierende Natur: strahlend blaue
und tief grüne Seen, Dingos, Wale, Haie, warme Fluesse usw. Es kommt nicht selten vor,
dass man mit dem Jeep auf den lockeren Sandwegen stecken bleibt und die gesamte Mannschaft
schieben muss. Richtig vorwärts kommt man nur am Strand. Abends haben wir Lagerfeuer gemacht.
Die Zeit verging wie im Flug.
Nachdem wir von Fraser Island zurück waren fuhren wir
mit kurzem Zwischenstopp in Harvey Bay weiter nach Airlie Beach. Dort hatten wir ein tolles Hostel: die Zimmer bestanden aus einzelnen Huetten, die in einem Palmenwald standen. Nach ein paar Tagen ging es dann los aufs Segelschiff. Mit etwa 18 Leuten aus aller Welt fuhren wir zu den weißesten Stränden, die ich je gesehen habe, lernten im Schnellkurs tauchen und erkundeten so das Great Barrier Reef. Nach dieser Tour trennten sich unsere Wege und ich machte mich auf zur nächsten
Arbeitsstelle: eine Bananenplantage in Tully. Da in dem Hostel fast alle arbeiteten und somit für
relativ lange Zeit blieben, waren wir schnell eine zusammengewachsene Gemeinschaft.
Es war eine sehr anstrengende Zeit dort, weil ich zur Arbeit um 5 morgens aufstehen musste,
und jeden Abend im Hostel ein Unterhaltungsprogramm wie etwa ein Billardwettbewerb stattfand,
und zusätzlich natürlich keine Gelegenheit zum feiern ausgelassen wurde.
Schweren Herzens trennte ich mich nach 6 Wochen von Tully und meinen neu gewonnenen Freuden
und fuhr mit einer Finnin, die ich auch dort kennen gelernt hatte weiter nach Cairns, einer Stadt
ganz im Norden der Ostküste. Auch da hab ich viele alte Bekannte wieder getroffen,
da die meisten Backpacker nach Norden gereist sind traf ich so auch Leute wieder,
die ich ganz am Anfang in Sydney kennen gelernt habe.
Das Schöne an einem Working-Holiday-Visum und so einer Backpackertour ist, dass
man ungebunden ist und immer einfach dahin fahren kann, wo man gerade will und dann arbeiten kann, wann man gerade will.
Ich entschloss mich an die Westküste zu fliegen und mir dort eine Mitfahrgelegenheit nach Perth zu suchen.
Die Westküste ist wesentlich weniger touristisch und auch grade deswegen faszinierend.
Es gibt dort zahlreiche National Parks, die absolut sehenswert sind.
In Perth traf ich meine Freundinnen wieder. Wir brauchten alle wieder einen Job und fanden den lustigsten
Job unseres Lebens: wir wurden Rosenverkäuferinnen in Bars und Diskotheken. Das hieß auch,
dass wir überall freien Eintritt und freie Getränke bekommen haben. Schon allein dafür hat es sich
gelohnt und an Weihnachten (was wir übrigens Perth am Strand gefeiert haben) und Silvester haben wir
wahnsinnig viel Geld verdient. Ansonsten war das mit dem Geld eher wenig, weil wir auf Provisionsbasis bezahlt wurden.
So, das halbe Jahr war um, aber ich hatte nicht die geringste Lust nach hause zu fliegen,
also buchte ich kurzer Hand meinen Flug um. Dann flog ich mit meiner Freundin nach Neuseeland,
wo wir uns ein Auto kauften (ein absolutes Schrottauto, mit dem wir unsere wahre Freude hatten)
und in 6 Wochen ganz Neuseeland erkundeten. In dieser schliefen wir nur im Auto. Die Neuseeländer
sind genau wie die Australier ungemein freundlich und so kam es, dass wir am Schluss eingeladen
wurden, in der letzten Woche, als wir unser Auto grade verkauft haben, bei einer neuseeländischen
Familie zu wohnen.
Dann flog ich nach Melbourne und arbeitete erstmal wieder auf einer Farm.
Danach ging es über die Great Ocean Road mit einem Mietwagen (und mal wieder neuen Leuten)
nach Adelaide. Dort habe ich auch noch mal ein bisschen gearbeitet und dann bin ich 36 Std. mit
der Bahn nach Perth zurückgefahren um meine Rückreise anzutreten.
Insgesamt kann ich aber nur sagen, dass es eine ganz tolle Zeit war, in der ich wahnsinnig viel
gelernt habe und mich menschlich auch ein ganzes Stück weiter entwickelt habe, so dass ich einen solchen
Auslandsaufenthalt allen nur wärmstens empfehlen kann. (Eva Steilmann, Work and Travel in Australien)
Ich bin froh, mich für eine Organisation entschieden zu haben, um meinen Working Holiday Aufenthalt zu organisieren. So habe ich gleich am Anfang im Hostel jede Menge
andere Working Holiday Maker kennen gelernt und in der Präsentation am Anfang gleich alles Wichtige erfahren, was ich wissen musste.
Ich muss sagen, es gehört schon eine gute Portion Selbstständigkeit und Mut dazu, vor Ort einen Arbeitgeber nach dem anderen abzuklappern und zu fragen, ob es einen Job gibt. Aber es hat sich gelohnt.
Ich habe viel gelernt, Vieles gesehen und viele verschiedene Jobs angenommen. Der Beste Teil des Aufenthalts waren natürlich die Reisen und die Leute, die ich kennen gelernt habe. Am Anfang hatte ich mir vorgenommen, von dem in Australien
verdienten Geld etwas zurück zu legen und es wieder mit nach Deutschland zu nehmen. Dies war aber nicht möglich, weil ich letztlich viel gereist bin. So bin ich also nach acht Monaten zwar ohne ein finanzielles Polster aber um viele tolle
Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke reicher nach Deutschland zurück geflogen. (Lukas Marahrens, Work and Travel in Australien)
Mein Jahr in Australien begann mit einigen Schwierigkeiten, weil ich zunächst einfach keinen Job finden konnte. Ich habe täglich ca. acht bis zehn Arbeitgeber aufgesucht, aber keiner brauchte Hilfe. Schließlich habe ich mit Hilfe der Jobdatenbank einen Job in einer Fabrik gefunden.
Ich war sehr froh über diesen ersten Job. Danach fiel es mir sehr viel leichter, Jobs zu finden. Ich bin viel herum gekommen und habe Darwin, Brisbane, Perth,
Adelaide, Melbourne und natürlich Sydney gesehen. Zwischendurch habe ich auch einen Abstecher nach Neuseeland gemacht. Dort habe ich allerdings nicht
gejobbt. Das größte Highlight meines Australien-Aufenthalts war es, einmal einen Koala-Bären im Arm zu halten. (Lara Weber, Work and Travel in Australien)
Neuseeland war die absolut richtige Entscheidung für meinen Work and Travel Aufenthalt. Das Land ist super schön, die Menschen sind total nett und hilfsbereit und vor allem locker und entspannt.
Im Juni flog ich nach Auckland. Ich musste mich erst einmal an das Wetter gewöhnen, während wir in Deutschland schon sonnige 25 Grad Celsius hatten, waren es in Auckland nur noch 15 Grad Celsius. Auf der Südinsel
wurden sogar Minustemperaturen gemessen. In Auckland habe ich in der Organisation erst einmal alles Wichtige zum Thema Steuernummer, Bewerbung, Jobsuche, etc. erfahren. Ich habe mir allerdings erst einmal eine Woche "Urlaub" gegönnt, um Auckland zu entdecken.
Das Flair der Stadt mit den vielen Booten ist unglaublich schön. Nach einer Woche bin ich auf Jobsuche gegangen und habe nach ein paar Tagen meinen ersten Job in einem Pub/einer Bar in Auckland gefunden. Die Bar ist sehr bekannt in Auckland und hat auch sehr gutes Essen. Das Team war total nett.
Die meisten Working Holiday Maker arbeiten in Neuseeland in Bars, Restaurants, als Gästeführer oder in der Landwirtschaft. Ich selbst habe meistens in Bars und Restaurants gearbeitet, aber auch einmal als Kofferboy im Hotel.
Ich habe mir neben Auckland im Laufe der Zeit auch noch Wellington (häufig windig, also entsprechende Kleidung mitnehmen), Queenstown und Christchurch angesehen und ganz viele tolle Landschaften. Es gibt sehr viel Grün in Neuseeland und das Land ist außerhalb der Städte nicht sehr stark besiedelt. Auch sollte man sich
auf einen etwas geringeren Lebensstandard einstellen. Nur wenige Häuser in Neuseeland haben z.B. eine Zentralheizung. Das ist dort einfach nicht üblich. Wenn es kalt wird, wird ggf. einfach ein Heizlüfter aufgestellt und man zieht sich warm an, wenn man ins Bett geht. Ich werde die Zeit in Neuseeland nie vergessen und bin froh, diesen Schritt
gewagt zu haben. (Kai Rist, Work and Travel in Neuseeland)
Im Jahr 2009 entschied ich mich mit schon 28 Jahren doch noch einmal ins Ausland zu gehen. Neuseeland war schon immer mein Traumland gewesen und ich wollte die Chance nutzen, dieses Land mit dem Working Holiday Visum zu bereisen bevor ich 30 wurde. Also kündigte ich meinen Job als Masseurin in Deutschland und
flog einfach los. Vor Ort erwartete mich ein nettes und hilfsbereites Team im Büro in Auckland. Dort erfuhr ich alles Wichtige für meinen Aufenthalt und erzählte meiner Betreuerin, dass ich gerne auch in Neuseeland als Masseurin arbeiten würde. Ich hatte Glück, es gab einen entsprechenden Job in der Jobdatenbank und so konnte ich
einen Monat später in einem Hotel in Queenstown (Südinsel) im Wellness-Bereich mit der Arbeit beginnen. Hier blieb ich dann auch ein halbes Jahr lang. Die Stadt ist nicht sehr groß, aber sehr schön. Es gibt dort Wasser und Berge und jedes Jahr schauen sich viele Touristen die Stadt an. Nach einem halben Jahr hatte ich genügend Geld verdient,
um noch für weitere 3 Monate das Land zu bereisen. Nach neun Monaten ging mein Aufenthalt zu Ende - die Zeit ist viel zu schnell vergangen. Aber ich werde bestimmt noch einmal nach Neuseeland zurück kehren. (Simone Steiger, Work and Travel in Neuseeland)
Als ich mein Architektur-Studium beendete, war ich schon fast 30. Höchste Zeit, noch einmal ins Ausland zu gehen. Mein Zielland stand fest:
Australien war schon lange mein Traumland gewesen. In Sydney angekommen war ich erst einmal sieben Nächte in einem Hostel untergebracht.
Dies hatte magoo für mich gebucht, genauso wie den Transfer im Shuttle-Bus vom Flughafen zum Hostel. Es war nett, gleich andere Working
Holiday Maker im Hostel kennen zu lernen, ich merkte jedoch auch schnell, dass ich nicht die ganze Zeit meines Aufenthalts im Hostel wohnen wollte. Die meisten Working Holiday Maker, die sich im Hostel aufhielten waren gut 10 Jahre jünger als ich. Also suchte ich mir in einem Vorort von Sydney ein Zimmer in einer WG.
Meine Jobsuche gestaltete sich ein wenig schwieriger, da ich gerne im Bereich Architektur arbeiten wollte, aber die Leute von der Organisation haben mich prima unterstützt. Nach drei Wochen Suche konnte ich in einem kleinen Architekturbüro in Sydney anfangen. Der Job hat total viel Spaß gemacht und so habe ich dort ein halbes Jahr gearbeitet (länger durfte ich aufgrund der Visabestimmungen leider nicht bleiben). Nach dem halben Jahr habe ich mir noch sehr viel in Australien angesehen - ich war in Perth,
in Brisbane, war Tauchen im Great Barrier Reef und habe mir Melbourne angesehen. Allerdings habe ich meine WG in Sydney immer als Basis behalten. Ich bin mit vielen Erinnerungen und tollen Erfahrungen zurück nach Deutschland gekehrt. Dank meines Jobs in Sydney konnte ich in Deutschland schnell eine Stelle finden. Vielen Dank an das magoo Team für die tolle Unterstützung der Partnerorganisation vor Ort. (Felix Malus, Work and Travel in Australien)
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